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  Sisaket-Life
  Sisaket - Life Stories und Erlebtes
 

 

Wenn Du zum erstenmale nach Sisaket kommst, dann weist Du das es einige Restaurants gibt, das ein spaerliches Nachtleben exixstiert, das Sisaket arm ist. Aaaaaaaaaaber was dann, wie sind die Menschen ,was ist Anders als bei uns, was kann ich erwarten von den Leuten hier (Thais und Farang). Glaube, Traditionen - wie beeinflussen diese Dinge das taegliche Leben.

Nun ich hoffe das im Laufe der Zeit eine gewissen Mitarbeit  der Besucher dieser Website dazu beitraegt mehr Wissen zu vermitteln.

Hier wollen wie Erlebtes , Gehoertes und Unerhoertes schreben und veroeffentlichen. Geschichten die sich in und um Sisaket zugetragen haben oder aich noch zutragen, sowie Stories aus Thailand die aber exemplarisch fuer Sisaket zutreffen.

Aus rechtlichen Gruenden und um Personen zu schuetzen, sind die Namen in der Regel fiktiv oder zum Teil nur abgekuerzt wiedergegeben.

Die Geschichten haben sich fast immer tatsaechlich zugetragen , Stories durch hoerensagen oder auch Fairy Tales(maerchen ) werden als solche gekennzeichnet.

Habt Ihr Stories auf Lager??? Bittet sendet sie uns zu damit wir sie veroeffentlichen koennen  .

Jede uns zugesandte Geschichte die veroeffentlicht wird, wird mit einem Bier (Leo oder Chang Draught) im Livin' in the Past  , in Sisaket ,honoroiert.

Danke fuer Euer Interesse und Eure Mitarbeit.

Asien
Mein erster Besuch in Thailand/Bangkok & ein Besuch in einem Internetladen, endete seltsam. Die Besitzerin trug ein frisch geborenes zucker süßes Kind auf dem Arm! Meine Mutterinstinkte brachen aus mir herraus & ich sagte ihr - small talkend, wie wunderschön dieses Baby sei! - ....Die Mutter sah mich daraufhin VÖLLIG entsetzt an. Zuckte ihr Kind pikiert von mir weg & rannte in den Hinterhof. - Da stand ich dann ganz alleine in dem leeren Internetcafe & war ebenso verwirrt. - Viel später las ich dann, dass Thailänder sehr aberggläubisch seien & das meine Aussage "Ihr Kind ist aber süß!", aufgenommen wurde, als habe ich das Kind mit einem bösen Fluch belegt. - Thailänder sagen Müttern von Neugeborenen, wie HÄSSLICH ihre Kinder seien. Denn dann erzürnt man nix & niemanden & aus dem Kind kann ein schöner Mensch wachsen .... *schmunzel* - Im Nachhinein eigentlich logisch!
von Blumenschockerin
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Einleitende Worte von:

Guenther Ruffert

Thai-deutsche Eheprobleme

Wenn man mit Farangs auf die Frage zu sprechen kommt, wo sie ihre Frau kennengelernt haben, dann hört man immer wieder die Behauptung: Meine Frau hat nie in einer Bar gearbeitet, eventuell auch die Story: meine Frau hat gerade angefangen in der Bar zu arbeiten, bevor ich sie gerettet habe, oder: sie hat nur gerade mal eine Freundin besucht, die in der Bar arbeitet.

All das sind meist nur Alibigeschichten, die man sich selbst und anderen vormacht, um sein Ego nicht zu beschädigen. Sicher haben 90% der Männer ihre Thai-Lebensgefährtin oder Ehefrau in einer Bar kennengelernt, oder haben die Schwester, die Kusine, oder eine Freundin der Frau die in einer Bar ge-arbeitet hat, vermittelt bekommen. Ein weiteres Indiz für diese Feststellung ist, daß bei dem weitaus überwiegenden Teil der Thai-Farang-Verbindungen die Frau aus dem Isaan stammt, wie 90% aller Mädchen, die an einer Bar auf Farangfang sind.

Diese Tatsache ist nicht etwa darauf zurückzuführen, daß es keine anderen Frauen in Thailand gibt, die weder Prostituierte sind oder aus dem Isaan stammen, sondern darauf, daß die allermeisten Farangs an keine anderen Thai-Frauen herankommen. Wo soll eine Frau, die Interesse an einem Farang Mann hat, denn überhaupt in Kontakt mit so einer Spezies kommen? In ihrem Dorf im Isaan ist noch kein heiratslustiger Farang aufgetaucht, um nach einer dort auf ihre zufällige Entdeckung wartenden Thai-Schönheit zu suchen. Sie muß also schon fast zwangsweise nach Pattaya oder Phuket gehen, und sich dort vor oder hinter eine Bar hängen, um überhaupt eine Chance zu haben, von einem Farang entdeckt zu werden.

Es gibt natürlich auch viele Frauen, die in diesen Touristeneldorados als Friseuse, Verkäuferin und in anderen Tätigkeiten rund um das Hauptgewerbe arbeiten. Diese Frauen bilden aber kaum eine Ausnahme, und nehmen genau so jede Gelegenheit wahr, sich einen Farang zu angeln, als Shorttime-Liebe oder auch auf Dauer, wenn irgendwie die Möglichkeit besteht.

Jeder Farang, der daran denkt, eine festere Verbindung zu einer Thai-Frau einzugehen, muß sich aber darüber klar sein, daß zwar gegenständliche Begriffe wie Auto, Haus, Wasserbüffel für Farangs und Thais die gleiche Bedeutung haben. Bei ethischen Begriffen wie Recht, Gewissen, Freude, Verantwortung, Dankbarkeit, Ansehen, aber auch Liebe bestehen hingegen doch zum Teil erhebliche Unterschiede im Verständnis und in der Wertordnung.

Wer trotz aller Informationen im Internet und in der einschlägigen Literatur, das ständige ÔÇ£I love you too muchÔÇ£ seiner Barbekanntschaft für wahre Liebe hält, der sollte sich nicht beklagen, wenn er enttäuscht wird. Es ist aber pure Heuchelei, dann den Frauen die Schuld daran zu geben, wie es immer wieder zu lesen ist. Ich bin sogar der Meinung, daß die Möchtegern-Casanovas, die hier die Mädchen als einmal nutzbare Wegwerfartikel behandeln, weitgehend die Schuld an der Einstellung der Barmädchen zu den Farangs haben.

Hier treffen nicht nur zwei ganz unterschiedliche Kulturen, sondern auch sehr unterschiedliche Bildungsstandards aufeinander, Ein Mädchen, das außer ihrem Dorf kaum etwas anderes kennengelernt hat, wird sich auf Grund dessen, wie sich die meisten Farangs an einer Bar benehmen, nur ein falsches Bild von der Intelligenz und dem Geisteszustand der europäischen Bevölkerung machen können. Und genau so falsch ist das Bild, das sich der Farang, der in Pattaya nur Barmädchen, Taxifahrer und Hotelpersonal kennengelernt hat, vom Charakter der Thais ganz allgemein macht.

Es gibt allerdings nicht wenige Farangs, die hier eine Frau gefunden haben, die nicht dem in den verschiedenen Thaiforen immer wieder aufgezeigten Klischees entspricht, und die mit ihr in Deutschland oder in Thailand in Eintracht zusammen leben. Bei der naiv gestellten Frage ob das dann Liebe ist, sollte man die jeweiligen Lebensumstände berücksichtigen. Sicherlich hat das Mädchen ihren ersten Thai-Mann geliebt, der sie dann geschlagen und mit 2 Kindern hat sitzen lassen, um sich eine andere Mia Noi zu nehmen. Jetzt muß sie ihre Kinder bei der Oma lassen und an einer Bar anschaffen, um sich und die Kinder zu ernähren. Wenn sie dann dort einen Farang trifft, der vielleicht ein paar Jahrzehnte älter ist als sie, dafür aber bereit ist, sie und ihre Kinder zu unterhalten, ihren Kindern auch eine Zukunft zu geben, und sie im übrigen respektvoll und behandelt und immer gut und freundlich zu ihr ist, dann ist das sicher nicht die große Liebe, auf die sie bei ihrem ersten Mann reingefallen ist. Aber sie versorgt ihn, am Tisch und auch im Bett, selbst wenn ihr das nach dem, was sie erlebt hat, keinen besonderen Spaß mehr macht. Sie sorgt sich um ihn, wenn es ihm mal nicht so gut geht, und sie ist gegenüber den Leuten im Dorf sogar stolz darauf, daß sie so einen guten Mann hat.

Es gibt natürlich auch genug Beispiele dafür, daß solche, meist unüberlegt eingegangenen Verbindungen in die Brüche gegangen sind. Wenn man dann aber die Stories oder auch herzbewegenden Klagen liest, wie der bedauernswerte gutgläubige Farang von einer seiner raffinierten Thaifrau abgezockt und an den Rand des finanziellen und seelischen Ruins getrieben worden ist, dann drängt sich einem der Gedanke auf, daß die Frau sich mit Bedacht solch einen Typ ausgesucht hat, den sie nach Belieben manipulieren kann. Und da der Prozentsatz der Männer, die in ihrer Heimat mit einer oder mehreren europäischen Frauen nicht zurecht gekommen sind, unter den Leuten, die in Pattaya oder Phuket an den Bars hängen, überdurchschnittlich hoch ist, ist auch die Chance, daß ein Barmädchen sich solch einen labilen Typ einfängt, besonders groß.

Der Farang, der die ihm in Pattaya oder Phuket gebotene Möglichkeit nutzt, um sich mit der Frau, in die er sich verliebt hat, den Urlaubszauber mit nach Deutschland zu nehmen, muß wissen, was das plötzliche Eintauchen in eine fremde Kultur für das Mädchen bedeutet. Sie war von klein auf gewöhnt, in ihrem Dorf den ganzen Tag mit ihren Freundinnen rumzuhängen, auch in den paar Wochen des Reis-pflanzens und der Reisernte immer mit einem ganzen fröhlichen Team zusammen zu sein und ihre Abwechslung zu haben. Und wenn sie dann nach Pattaya an eine Bar geht, fällt zwar die harte Feldarbeit weg, aber Freundinnen hat sie genug und reichlich, um sich die langen Stunden an der Bar die Zeit zu vertreiben. Und wenn kein Farang sich mit ihr beschäftigt, sind immer ein paar gute Freundinnen da, die ihr das Zocken beibringen, soweit sie es nicht vorher schon konnte.

Nun kommt sie in ein total fremdes Land und unter fremde Menschen, deren Benehmen aus ihrer Sicht ungewöhnlich, wenn nicht unverständlich ist. sind. Es ist für sie, die bisher ihren Farang nur in Urlaubsstimmung gekannt hat, nicht möglich, nun plötzlich das typisch deutsche Fühlen und Denken zu verstehen. genau so wie es dem Farang in Thailand schwerfallen wird, mit seiner Logik das Handeln und Benehmen der Thais zu verstehen. Auch ist es klar, daß solch eine in einem völlig anderen Kulturkreis aufgewachsene Frau ihre Thai-Denkweise nicht einfach ablegen kann. Das ständige Lächeln und auch die Fröhlichkeit und Verspieltheit der Mädchen an den Bars verleiten den Farang zu der Annahme, daß die Thais oberflächlich und leicht manipulierbar seien. In Wirklichkeit sind die Thais aber eines der verschlossensten und schwer durchschaubaren Völker Asiens, anders als ihre Nachbarn, die doch durch ein Jahrhundert Kolonisation dem westlichen Denken viel näher sind. Sie wird, wenn sich der Mann nicht intensiv um sie kümmert, oder kümmern kann, weil er seine und ihre Brötchen verdienen muß, versuchen in ihrer neuen Umgebung Thai Freundinnen zu finden. Und dann geht oft das von der Zeit an den Bars her gewohnte Spiel wieder los.

Wer sich nun aber entschließt, mit seiner neuen Liebe in Thailand zu leben - zumeist in engen Kontakt mit der Familie und den Nachbarn -, der muß sich darüber klar sein, daß er hier nicht gegen den Strom schwimmen kann, daß er sich auf die Mentalität der Thais einstellen muß, und daß es keinen Zweck hat, den Thais vorzubeten, wie sie zu leben haben. Das gilt genau so gut für das individuelle Zusammenleben mit Thais wie für die Akzeptanz der Gesetzgebung und Rechtsprechung bzw. der hohen Politik. Und wer meint, daß er das als gebildeter Mitteleuropäer nicht nötig hat, der sollte sich dann nicht beschweren, wenn er hier aufläuft, und vor allem nicht das ganze Volk der Thais als betrügerisch und nur auf das Abzocken der Farangs bedacht diskriminieren.

Vor allem aber muß dem Farang, der hier in Thailand etwas aufbaut, d.h. sein Geld investiert, egal ob es nur ein Haus, oder ein Geschäft welcher Art auch immer ist, bewußt sein, daß alles auf den Namen seiner Frau läuft. Das gilt für das Grundstück, auf dem er baut, wie vor allem für jedes Geschäft, für das in Thailand allgemein eine Lizenz erforderlich ist. Und wenn er nicht mit dem Klammerbeutel gepudert ist, dann sollte er daraus schließen, daß bei einem dauernden Zerwürfnis, also bei einer Trennung von seiner Thai-Frau oder Partnerin, ihm nichts bleibt, als das was er in seinem Koffer wegtragen kann. Er investiert also nicht auf einer rechtlichen Grundlage, die ihm die Möglichkeit gibt, im Falle eines Falles durch eine Klage sein investiertes Kapital zurück zu bekommen, sondern hat als Basis für seine Investition nur das bleibende gute Verhältnis zu seiner Partnerin. Wer hier sein Vermögen investiert, darf nicht weinen, wenn er es verliert aufgrund Mißachtung der einfachsten Vorsichtsmaßnahmen. Ein bißchen Lebensklugheit sollte jeden darauf hinweisen, daß menschliche Verbindungen, so dauerhaft und auf ewig geknüpft sie einem auch am Anfang erscheinen mögen, eines schönen Tages am Ende sein können.

Wer diese speziellen Umstände vorher nicht bedacht hat und nun laute Klagen darüber anstellt, wie ihn seine gerissene Thai-Frau um sein Vermögen gebracht hat, der kommt mir vor wie ein Spieler, der darüber jammert, daß er seinen Einsatz verloren hat. Jeder, der längere Zeit in Thailand ist, kennt solche Fälle aus seiner Bekanntschaft oder Nachbarschaft. Ich weiß allerdings auch aus eigener Erfahrung, daß in vielen Fällen der Farang selbst schuld an dem Zerwürfnis hat, weil er es nicht lassen kann, in der Nachbarschaft fremdzugehen und damit seiner Frau ihr Gesicht verlieren läßt, oder weil er mit den veränderten Lebensumständen nicht zurechtkommt, und sich aus lauter Frust an die Flasche hängt.

Quelle: TIP Thailand Mai 2005

 

72 Günther Ruffert: Meine Meinung
Benimmregeln und Tabus

Als Farang in Thailand wird es einem immer wieder passieren, gegen irgend eine Thai-Benimmregel oder ein Tabu zu verstoßen, wie sehr man sich auch anstrengt. Man möchte manchmal meinen, dass alleine der Umstand, daß man ein Farang ist, schon einen Verstoß gegen das darstellt, was der normale Thai für schicklich hält. In Bangkok und in den Touristenzentren ist man wohl heute gewohnt ständig Farangs zu begegnen. Sobald man sich aber aufs Land begibt, muss man darauf gefaßt sein, daß man wie ein exotisches Wesen angestaunt wird, und die kleinen Kinder schreiend weglaufen, während die größeren ein fröhliches Farang, oder “how are you“ hinter einem herschreien.
Der Farang kann sich bemühen so viel er will all die vielen kleinen und großen Tabus zu beachten. Es wird ihm doch immer wieder passieren, dass er ins Fettnäpfchen tritt. Man wird beim Eintritt in ein Haus oder gar einen Tempel auf die Hausschwelle treten, den Kopf nicht neigen wenn man an sitzenden Leuten vorüber geht, einen Mönch nicht mit einem respektvollen Wai begrüßen, eine Buddhastatue niedriger als den Kopf des größten Farangs plazieren der daran vorbeigeht, am Bahnhof Hua Lamphong träumend sitzen bleiben und nicht aufstehen, wenn die Nationalhymne um 8 Uhr morgens und 6 Uhr abends aus den Lautsprechern tönt, laut werden wenn man den Eindruck hat für dumm verkauft zu werden, und viele andere Dinge mehr. Thais sind aber relativ tolerant gegen kleine Tabuverstöße durch den unwissenden Farang, und werden mit einem Lächeln darüber hinweg sehen. Ein Lächeln hilft, manche problematische oder unsichere Situation zu überstehen, ebenso wie die häufig verwandte Formel “mai pen rai” (das macht nichts).Trotzdem sollte man sich bemühen so gut es geht die für Thais üblichen Höflichkeitsformen zu beachten. Dazu gehören u.a. folgende Dinge:

Grundsätzlich sollte man die Religion der Anderen achten, und in Thailand gehört dazu das entsprechende Verhalten gegenüber den Abbildern Lord Buddhas und der Königsfamilie, die in Thailand quasi religiöse Verehrung genießt. Dass man sich in einem Tempel anständig benehmen und auch nicht in kurzen Hosen oder durchsichtigen Blusen zum Buddha gehen sollte, steht in jedem Reiseführer, und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ansonsten kann man aber getrost in jeden Tempel gehen und alles was einem gefällt photographieren, mit Ausnahme des Smaragd-Buddha im Wat Prah-Kheo, dem thailändischen Nationalheiligtum. Die Thais lassen sich dadurch in ihrer Andacht und ihren Gebeten nicht stören, zumindest solange man keinen Blödsinn mit dem Buddha-Standbild treibt, zum Beispiel darauf klettert um sich für das heimatliche Photoalbum zu verewigen. Trotzdem sollte man beim Photographieren von fremden Personen etwas zurückhaltend sein, da viele Thais glauben, daß mit jedem Photo auch ein kleines Stückchen von ihrer Seele mitgeht, d.h. dem rechtmäßigem Eigentümer entzogen wird. Wenn man in einen Tempel geht, so hockt man sich dem Buddha-Standbild gegenüber auf den Boden, aber stets so, daß die Füße von Buddha weg zeigen. Die Thais hocken sich mit den Füßen nach hinten auf ihre Hacken, eine Stellung die kein gewichtiger Farang lange durchhält.

Ein Mönch - und sei er es nur wie viele Jungen für eine kurze Zeit - darf absolut keinen Kontakt zu Frauen haben. Unter keinen Umständen darf eine Frau ihn berühren Sie brächte ihn in erhebliche Schwierigkeiten. Das gilt sogar für Schuljungen, die um für ein verstorbenes Familienmitglied “tam boon“ zu tun für eine kurze Zeit, manchmal nur einen Tag, oder auch nur eine Woche ins Kloster gehen, und sich die safrangelbe Robe umhängen. Als unsere Oma gestorben war, gingen 2 Enkel von ihr, gerade 11 Jahre und 12 Jahre alt, für zwei Wochen als “Nen“ ins Kloster, um für die Seele der Oma zu beten. Jeden Nachmittag zog die Mutter zum Kloster und brachte jedem eine Flasche Kakao, damit ihre Jungen nachmittags, wenn die Mönche keine feste Nahrung mehr einnehmen dürfen, nicht verhungerten. Die Flaschen durfte sie ihren Sprößlingen aber nicht in die Hand geben, sondern mußte sie auf ein gelbes Tuch stellen, das sie extra vor sich auf den Boden legten.
Es gilt als unschicklich eine Person des anderen Geschlechts anzufassen, selbst wenn man nur als freundlich gemeinte Geste den Arm berührt. Es verstößt auch gegen die guten Sitten in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten auszutauschen, selbst wenn es nur ein Küßchen unter Eheleuten ist. Man wird öfter sehen, daß zwei junge Mädchen, oder auch zwei Jungen Hand in Hand über die Strasse gehen, bei einem Pärchen aber gilt es als unschicklich in der Öffentlichkeit Händchen zu halten
Im Kopf des Menschen wohnt die Seele. Er sollte nicht berührt werden, auch wenn es sich um ein kleines Kind handelt. Diese Regel geht soweit, daß jegliche Dinge - so erschwerend dies in mancher Situation sein mag - nicht über den Kopf hinweg gereicht oder gehalten und schon gar nicht geworfen werden. Man gibt und nimmt etwas mit der rechten Hand, wobei man mit der linken Hand den rechten Unterarm anfaßt, so als wolle man ihn unterstützen. Wenn man dicht an sitzenden Personen vorbeigeht, so neigt man leicht den Kopf, um anzudeuten, dass man sich nicht über den anderen erhoben fühlt
Die Füße sind mit Vorsicht zu gebrauchen. Sie sind der niedrigste Körperteil, und es ist unhöflich mit dem Fuß auf etwas zu zeigen. In der Öffentlichkeit vermeidet man sogar das Verschieben und Treten von Dingen mit dem Fuß. Als ich einmal nach einem Einkauf mit beiden Armen schwer beladen durch die Tür schritt, fiel mir ein Teil auf die Erde. Da ich keine Hand frei hatte, zeigte mit dem Fuß auf das heruntergefallenen Teil und bat meine Frau es aufzuheben, nur um ein erstauntes Kopfschütteln zu bekommen. Die Mißachtung der Füße erscheint dem Farang besonders komisch in einem Land, dessen Nationalsport darin besteht, daß zwei Kämpfer im Ring versuchen sich gegenseitig mit den Füßen k.o. zu schlagen
Auch dem unbedarftesten Touristen dürfte klar sein, daß man sich die Schuhe auszieht, bevor man in einen Tempel eintritt. Grundsätzlich ist es aber auch wichtig, daß man jedes Mal, bevor man in ein Haus eintritt, die Schuhe auszieht. Das nicht nur etwa, damit man den Boden nicht schmutzig macht, sondern weil es ganz einfach eine Beleidigung der Bewohner ist, mit Schuhen in ein Haus einzutreten. Thais kennen normalerweise keine Stühle, sondern alles sitzt auf dem Boden, und auch das Essen wird normalerweise auf dem Boden serviert. Aus diesem Grund wird großer Wert auf die Sauberkeit des Bodens gelegt, es ist also eine grobe Unhöflichkeit wenn der Farang mit Straßenschuhen darüber spaziert. Man gibt damit zu erkennen, daß man das Haus nicht mehr achtet als einen Stall, wo man ja auch die Schuhe nicht auszuziehen braucht, wenn man hineingeht. Bei uns auf dem Dorf zieht sogar jeder Kunde seine Sandalen aus, bevor er in den kleinen Supermarkt eintritt.

Thais haben eine instinktive Abneigung davor über unangenehme Dinge oder Entwicklungen zu sprechen. Wenn ich z.B. mal die Sprache darauf bringen will was zu tun wäre, wenn etwas Negatives oder gar ein Unglück eintreten würde, höre ich immer nur “yah puht“ (sprich nicht davon). Ich weiß nicht, ob dieser Unwille über unangenehme Dinge zu sprechen nun auf den Aberglauben zurückzuführen ist, durch das Aussprechen solch trauriger Dinge erst das Unglück herbeizureden, oder ganz einfach nur auf das Bemühen unangenehmen Gedanken auszuweichen, nach dem Motto “wenn ich die Augen zumachen, geht das Böse weg“. Wahrscheinlich ist beides der Fall.
Während man bei Touristen Tabuverstöße leicht übersieht, erwarten Thais von Expats, die ueber viele Jahre auf dem Dorf unter ihnen leben, daß sie sich an die allgemeinen Taburegeln halten. Wer meint das als aufgeklärter Farang nicht nötig zu haben, verspielt die Chance, von seinen Nachbarn als normaler Mensch angesehen und behandelt zu werden.

 
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